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Arbeitsmarkt Personal 2026: der stärkste Einbruch aller Berufsgruppen.

Im zweiten Quartal 2026 erschienen 40 % weniger HR-Jobanzeigen als ein Jahr zuvor, laut Hays der stärkste Rückgang aller Berufsgruppen.[1] Gefragt bleiben HR Business Partner, die Führungskräfte in Personalfragen beraten. Neue Personalleiter bekommen laut Robert Half 85 bis 120 TEUR.[8]

Aktualisiert am 29.09.2026Verantwortet von Ronny MarxWoher die Zahlen kommen
Der HR-Arbeitsmarkt auf einen Blick
Nachfrage nach HR-Fachkräften
14 % über 2015[1]Hays-Fachkräfte-Index HR, 2. Quartal 2026, verglichen mit dem 1. Quartal 2015; über alle Berufsgruppen 36 %
Gefragteste Position
HR Business Partner, 154 % über 2015[1]Hays, 2. Quartal 2026
Unternehmen, denen Bewerber fehlen
28 % der Unternehmen, die Personal suchen[3]Randstad-ifo-HR-Befragung, 4. Quartal 2025; 2023 waren es noch 54 %
Personalleiter
85 bis 120 TEUR[8]Startgehalt bei Einstellung ohne Bonus, Robert Half 2026
CHRO im Mittelstand
200 bis 310 TEUR[9]Gesamtvergütung bei 500 bis 2.000 Beschäftigten, Profiling Institut 2026
Entgelttransparenz
EU-Frist im Juni 2026 verpasst[6][7]Die Bundesregierung hat im Juli 2026 einen Gesetzentwurf angekündigt[6]
Der Bereich in Kürze

HR Business Partner und Recruiter bleiben gefragt.

Für HR Business Partner liegt die Nachfrage laut Hays 154 % über dem Stand von 2015, für Recruiter 30 % darüber. Personalreferenten, Personalberater und Fachleute für Employer Branding werden dagegen seltener gesucht als damals.[1]

01 · Lage

Unternehmen suchen deutlich weniger HR-Fachkräfte.

Laut Hays fiel die Nachfrage nach HR-Fachkräften im zweiten Quartal 2026 um weitere 20 Punkte und liegt nur noch 14 % über dem Stand von 2015. Die öffentliche Verwaltung sucht dagegen 206 % mehr HR-Fachkräfte als 2015 und liegt damit weit vor allen anderen Branchen.[1][2]

14%
Hays, 2. Quartal 2026

mehr HR-Jobanzeigen als im ersten Quartal 2015 zählt der Hays-Fachkräfte-Index, über alle Berufsgruppen sind es 36 %.[1]

40%
Hays, 2. Quartal 2026

weniger HR-Jobanzeigen als im zweiten Quartal 2025, so stark ging die Nachfrage in keiner anderen Berufsgruppe zurück.[1]

154%
Hays, 2. Quartal 2026

über dem Stand von 2015 liegt die Nachfrage nach HR Business Partnern, keine andere HR-Position kommt in die Nähe.[1]

7,6%
Randstad-ifo, 4. Quartal 2025

mehr Gehalt bekommen neu Eingestellte im Schnitt als die bisherige Belegschaft.[3]

Für den Hays-Index zählt index Mediaforschung jedes Quartal die Jobanzeigen, hier die des 2. Quartals 2026. Die Randstad-ifo-HR-Befragung erschien am 5. Januar 2026.

02 · Gefragte Anforderungen

Was HR-Jobanzeigen von Führungskräften verlangen.

Arbeitsrecht und Abrechnung setzen die Jobanzeigen voraus, und den Unterschied macht, ob du Verhandlungen mit dem Betriebsrat selbst geführt oder nur vorbereitet hast.

Fachwissen

  • IndividualarbeitsrechtAls Head of HR brauchst du laut unserem Rollenprofil Sicherheit bei Verträgen, Befristung und Kündigung, auch wenn ein Fall vor dem Arbeitsgericht landet.
  • BetriebsverfassungIn der Personalleitung geht es um Zustimmungsverfahren und Betriebsvereinbarungen, beim CHRO um Interessenausgleich und Sozialplan.
  • EntgeltabrechnungLaut unserem Rollenprofil Head of HR verantwortest du typischerweise die Lohn- und Gehaltsabrechnung, intern oder mit einem Dienstleister.
  • Tarif und VergütungssystemeEingruppierung, Bonusmodelle und die Vergütung der Führungskräfte stehen in fast jeder Jobanzeige für den CHRO.
  • EntgelttransparenzDu beantwortest Auskunftsanfragen zum Gehalt nach heutigem Recht und bereitest das Unternehmen auf das angekündigte Gesetz vor.[6][7]
  • KI in der Personalarbeit83 % der von Kienbaum und BPM befragten Organisationen verändern sich durch generative KI mittel bis stark.[4]

Führung und Zusammenarbeit

  • Führungskräfte beratenAls HR Business Partner berätst du Führungskräfte in Personalfragen. Keine HR-Position ist laut Hays gefragter, die Nachfrage liegt 154 % über dem Stand von 2015.[1]
  • Verhandlungen mit Betriebsrat und GewerkschaftLaut unserem Rollenprofil CHRO scheitern Bewerbungen genau hier, wenn du Verhandlungen nur vorbereitet und nicht selbst geführt hast.
  • Ein HR-Team führenAls Head of HR führst du Personalreferenten, Abrechnung und Recruiting unter einer Leitung.
  • Wirkung in ZahlenDu belegst deine Wirkung mit Besetzungsdauer, Fluktuation und Personalkostenquote, denn fehlende Kennzahlen sind laut beiden Rollenprofilen eine typische Lücke.

Diese Anforderungen haben wir aus den Rollenprofilen Head of HR und CHRO abgeleitet, dazu aus den Studien von Hays, Kienbaum und BPM und der Antwort der Bundesregierung zur Entgelttransparenz. Jobanzeigen haben wir dafür nicht selbst ausgezählt.

03 · Gehalt

Gehalt im Personalbereich vom Personalreferenten bis zum CHRO.

Neu eingestellte Personalleiter bekommen laut Robert Half 2026 zwischen 85 und 120 TEUR ohne Bonus. Für den CHRO im Mittelstand nennt das Profiling Institut 200 bis 310 TEUR, das ist aber die Gesamtvergütung mit variablem Anteil.

PositionTypische GehaltsspanneWas die Höhe beeinflusstQuelle
Personalreferent, HR Business Partner65 bis 83 TEURGröße der betreuten Bereiche, Arbeitsrecht, TarifvertragRobert Half, 2026Startgehalt ohne Bonus, in dieser Spanne liegt die mittlere Hälfte der Gehälter, der mittlere Wert bei 70,3 TEUR
Personalleiter85 bis 120 TEURZahl der Beschäftigten, Betriebsrat, RegionRobert Half, 2026Startgehalt ohne Bonus, in dieser Spanne liegt die mittlere Hälfte der Gehälter, der mittlere Wert bei 92,8 TEUR
CHRO im Mittelstand200 bis 310 TEURUnternehmensgröße, Mitbestimmung, Finanzinvestor als EigentümerProfiling Institut, 2026Gesamtvergütung bei 500 bis 2.000 Beschäftigten, davon 160 bis 230 TEUR Grundgehalt
04 · Job-Trends

Job-Trends im Personalbereich 2026: Gesetz, KI und Kosten.

Das deutsche Gesetz zur Entgelttransparenz kommt später als von der EU verlangt, und KI verändert die Personalarbeit, senkt ihre Kosten bisher aber kaum.

Die Nachfrage nach HR-Fachkräften sinkt weiter

Die Nachfrage nach HR-Fachkräften liegt laut Hays nur noch 14 % über dem Stand von 2015, kaum eine Berufsgruppe entwickelt sich schwächer. Gegenüber dem Vorjahresquartal ging die Zahl der Stellenangebote um 40 % zurück.

Quelle: Hays, Pressemitteilung vom 4. August 2026

Entgelttransparenz: Deutschland hat noch kein Gesetz

Die EU-Frist lief im Juni 2026 ab. Laut Antwort der Bundesregierung (Drucksache 21/7026) hat das Familienministerium einen Entwurf vorbereitet und klärt noch einzelne Fragen, danach soll das Gesetzgebungsverfahren beginnen. Bis dahin nennt nur jede achte deutsche Jobanzeige ein Gehalt.

Quelle: Deutscher Bundestag, Juli 2026; Indeed Hiring Lab, Mai 2026

KI verändert die Unternehmen, die Personalabteilung steht noch am Anfang

83 % der von Kienbaum und dem Bundesverband der Personalmanager befragten Organisationen verändern sich durch generative KI mittel bis stark. Die Personalabteilungen selbst probieren KI laut der Studie vielerorts noch aus oder führen sie gerade erst ein.

Quelle: Kienbaum und BPM, Juli 2026

HR-Kosten sinken durch neue Technik kaum

In der HR-Kostenstudie von DGFP und Kienbaum mit rund 200 Organisationen fließt das Geld für HR-Technik vor allem in die Routineabläufe der Personalverwaltung. Was KI für die Produktivität bringen kann, nutzen die Unternehmen bisher nur vereinzelt, und viele rechnen 2026 mit stabilen oder steigenden HR-Kosten.

Quelle: DGFP und Kienbaum, Februar 2026

06 · Methode

Jede Zahl stammt aus einer öffentlichen Quelle.

Zu jeder Zahl nennen wir Datum und Link. Wo wir etwas selbst einschätzen, steht „unsere Einordnung“ davor.

Woher die Zahlen kommen

Wir nutzen Arbeitsmarktberichte mit Datum, etwa den Hays-Fachkräfte-Index, die Engpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit, die IAB-Stellenerhebung, Statistik Austria, das Bundesamt für Statistik und Branchenverbände wie Bitkom (Digitalwirtschaft), BME (Einkauf) und BVL (Logistik). Die Gehälter stammen aus unserem Gehalts-Kompass, der die Gehaltsquellen je Rolle nebeneinanderstellt.

Wie wir sie übernehmen

Wir übernehmen jede Zahl so, wie die Quelle sie nennt, mit Stand und Abrufdatum und ohne eigene Rechnung oder Rundung. Nennen zwei Quellen verschiedene Werte, steht hier der Wert der Quelle, auf die wir verlinken.

Was wir selbst einschätzen

Welche Anforderungen in einem Bereich gefragt sind, leiten wir aus Rollenprofilen und Studien ab. Prozentwerte ohne Quelle nennen wir nicht.

Wie aktuell die Zahlen sind

Wir prüfen die Quellen jedes Quartal und die Links jede Woche. Eine eigene Auswertung von Jobanzeigen kommt später dazu und bekommt dann einen eigenen Abschnitt.

07 · Häufige Fragen

Häufige Fragen zu HR-Jobs, Gehalt und Entgelttransparenz.

Wie ist der Arbeitsmarkt für HR-Fachkräfte 2026?

Er ist schwach: Laut Hays-Fachkräfte-Index erschienen im zweiten Quartal 2026 40 % weniger HR-Jobanzeigen als ein Jahr zuvor, der stärkste Rückgang aller untersuchten Berufsgruppen. Der Index vergleicht die Nachfrage mit Anfang 2015 und liegt für HR bei 14 %, über alle Berufsgruppen bei 36 %.

Welche HR-Jobs sind noch gefragt?

Vor allem HR Business Partner, für die Hays im zweiten Quartal 2026 eine Nachfrage von 154 % über dem Stand von 2015 misst, danach Recruiter mit 30 %. Als Arbeitgeber sucht die öffentliche Verwaltung weiterhin besonders viele HR-Fachkräfte.

Was verdient ein Personalleiter?

Neu eingestellte Personalleiter bekommen laut Robert Half 2026 zwischen 85 und 120 TEUR ohne Bonus, der mittlere Wert liegt bei 92,8 TEUR. Personalreferenten und HR Business Partner starten in derselben Gehaltsübersicht mit 65 bis 83 TEUR.

Was verdient ein CHRO?

Für einen CHRO in Unternehmen mit 500 bis 2.000 Beschäftigten nennt das Profiling Institut 2026 eine Gesamtvergütung von 200 bis 310 TEUR, davon 160 bis 230 TEUR Grundgehalt. In größeren Unternehmen verdient ein CHRO deutlich mehr.

Gilt die EU-Richtlinie zur Entgelttransparenz schon in Deutschland?

Nein. Die Frist für die Umsetzung lief im Juni 2026 ab, und ein deutsches Gesetz gibt es noch nicht. Im Juli 2026 kündigte die Bundesregierung einen Gesetzentwurf an, bis dahin gilt das bisherige Entgelttransparenzgesetz weiter.

Quellen

Alle Quellen mit Datum und Link.

  1. Hays: Fachkräfte-Index Human Resources, 2. Quartal 2026, abgerufen am 29.09.2026. hays.de (öffnet in neuem Tab)
  2. Hays AG: Fachkräfte-Index, Nachfragerückgang trifft auch klassische Engpassprofile, Pressemitteilung vom 04.08.2026. presseportal.de (öffnet in neuem Tab)
  3. Randstad Deutschland: Bewerbermangel lässt nach, Neueinstellungen werden teurer. Randstad-ifo-HR-Befragung, 4. Quartal 2025, 05.01.2026. randstad.de (öffnet in neuem Tab)
  4. Kienbaum und Bundesverband der Personalmanager: KI in HR, Zwischen Aufbruch und Reifeprüfung, 01.07.2026. kienbaum.com (öffnet in neuem Tab)
  5. DGFP und Kienbaum: HR-Kostenstudie 2025, Was HR die Unternehmen kostet, 05.02.2026. dgfp.de (öffnet in neuem Tab)
  6. Deutscher Bundestag, hib 587/2026: Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie, Antwort der Bundesregierung (Drucksache 21/7026), 16.07.2026. bundestag.de (öffnet in neuem Tab)
  7. Indeed Hiring Lab: Vollständige Gehaltstransparenz ist in Europa noch Zukunftsmusik, 14.05.2026. hiringlab.indeed.com (öffnet in neuem Tab)
  8. Robert Half: Gehalt für Personalleiter in Deutschland, mit HR Business Partner / Personalreferent unter ähnlichen Positionen, Gehaltsübersicht 2026. roberthalf.com (öffnet in neuem Tab)
  9. Profiling Institut: CHRO, Chief Human Resources Officer, Berufsbild mit Vergütung nach Unternehmensgröße, aktualisiert Mai 2026. profiling-institut.de (öffnet in neuem Tab)
Ronny Marx
Wer hinter dieser Seite steht

Ronny Marx

Ronny Marx ist seit rund 17 Jahren Führungskraft, vom Art Director über Team Lead, Unit Lead und Commercial Director bis zum Managing Director. Er hat intomarkets und merchantday gegründet und 2024 verkauft, heute baut er synvyr auf.

Stand vom 29.09.2026 · Nächste Prüfung der Quellen im Dezember 2026

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